Sattel

Für einen Laien mag ein Sattel dem anderen gleichen. Doch es gibt grundlegende Unterschiede, die nicht nur optischer Natur sind. Die Sattel unterscheiden sich in Material, Preis und Einsatzgebiet. Der Westernsattel hat ganz spezielle Eigenschaften. Das Grundgerüst, der Sattelbaum, kann aus Kunststoff oder Holz sein, wobei letzterer viel schwerer ist als der aus Kunststoff. Der Sattel besitzt ein Sattelhorn, welches Ursprünglich als Festpunkt für das Lasso diente. Aus traditionellen Gründen ist das Horn noch ein dekorativer Teil des Sattels. Die besonders Breite Sitzfläche ist besonders gut für längerer Ausritte, wie es ursprünglich der Fall war bei den Cowboys. Das Ende der Sitzfläche wird mit einem hohen Rand abgeschlossen. Das ermöglichte nach tagelanger Arbeit zu Pferde noch immer einen gewissen Komfort und bot selbst bei schnellen Manövern dem Reiter Sicherheit. Die Steigbügel sind bequem, da sie lang sind. Häufig ist das Sattelhorn mit Rohhaut überzogen und der Aufbau aus verziertem Leder. Traditionell sind Westernsattel sehr schwer, sie können bis über 10 Kilo auf die Waage bringen. Doch wird bei den neueren Modellen auf viele Details verzichtet und möglichst leichte Materialien verwendet.

Zäumungen und Gebiss

Im Westernreiten gibt es verschiedene Varianten von Zäumungen, zum Beispiel Snaffle Bit, Bit und Hackamore. Gemäß dem Horsemanship sollte die Wahl des Gebisses gut überlegt sein.

Snaffle Bit ist ein Trensengebiss, welches besonders schonend für das Pferd ist, weshalb es häufig Verwendung bei noch jungen Pferden findet. Doch nicht nur, es ist auch beim Westernreiten sehr populär. Arten davon sind der Olivenkopf und die Knebeltresse, aber auch die Wassertresse. Mit dem Snaffle Bit kann zudem beidhändig geritten werden.

Bit

Der Bit, Curb Bit oder das Kandarengebiss beschreiben ein gebrochenes Mundstück mit kandarenartiger Wirkung, was bedeutet, dass eine Hebelwirkung auf das Pferdegebiss ausgeübt und so die Hilfestellung des Reiters verfeinert wird. Allerdings sollte eine gewisse Erfahrung vorliegen, wenn eine Kandare zum Einsatz kommt, da es sonst zu Verletzungen im Maulbereich des Pferdes kommen kann.

Ist das Pferd älter als 6 Jahre, ist Bit Pflicht bei Turnieren. Mit dem Bit wird einhändig geritten.

Hackamore

Die Hackamore ist eine gebisslose Zäumung, welche sehr schonend für das Pferd ist. Deshalb wird es auch für die Ausbildung der Jungpferde im Westernreiten verwendet. Es besteht aus zwei Teilen: Dem Bosal, welches das Nasenstück ist, und der Mecate, welche sich unterhalb des Kinns befindet. Die Mecate wird traditionell aus Rosshaar gefertigt, doch es gibt auch Alternativen aus Nylon. Sie besteht aus einem geschlossenen Zügel und einem Führseil. Das Pferd erhält Signale über den Nasenrücken und das Kinn.

Kleidung

Bei Turnieren ist auf gepflegte und saubere Kleidung zu achten. Es gibt bestimmte Vorschriften, was den Kleidungsstil betrifft. So sollte die Kleidung dem Westernstil repräsentieren, Stiefel und Westernhut sind absolute Pflicht. Anstelle eines Westernhuts kann auch eine Sturzkappe getragen werden. Die Hose soll lang sein und das Hemd lange Ärmel besitzen. Des Weiteren können zum Schutz auch Chaps getragen werden. Gegen dekorative Accessoires wie Krawatten, Tücher oder Gürtelschnallen ist nichts einzuwenden.

Weitere Ausstattung

Gamaschen sind kein Muss im Westernreiten aber von Vorteil, genauso wie Hilfszügel. Anderes Zubehör sind Pferdedecken, Sitzbezüge, Sporen.