Die Pferde, die im Westernreiten zum Einsatz kommen, müssen ganz bestimmte Attribute mitbringen. So muss das Pferd starke Nerven beweisen, schnell sein und ein gutes Sprintvermögen besitzen. Zudem ist es sehr wichtig, dass es Trittsicherheit in dem rauen Gelände beweist. Die Pferde mussten in ihrem ursprünglichen Einsatzort in stressigen Situationen ruhig bleiben und notfalls mit einem davonstürmenden Rind gleichauf bleiben. Die schnelle Reaktion auf Impulsbefehle, also kurze Befehle, ist eines der Hauptmerkmale dieses Reitstils. Durch die Kreuzung bestimmter Pferderassen entstanden neue Arten, die genau auf die Anforderungen im Westernstil angepasst sind.

American Quarter Horse

Das American Quarter Horse, oder einfach Quarter Horse ist mit 4.6 Millionen registrierten Pferden die zahlenreichste Pferderasse der Welt. Ihren Ursprung hat diese Pferderasse in den Pferden, die die spanischen Siedler auf den amerikanischen Kontinent gebracht haben, also Araber, Berber und Andalusische Pferde. Mit der Einwanderung irischer und englischer Siedler kamen englische Vollblüter, irische Ponys und Percherons dazu. Heute obliegt die Rasse bestimmter Kriterien, die erfüllt werden müssen, damit ein Pferd als Quarter Horse registriert werden kann.

Was diese Pferde zu den perfekten Westernpferden macht, ist ihr Naturell. Sie haben ein ruhiges und freundliches Wesen, sind sensibel und dennoch nervenstark. Die schnelle Lernfähigkeit und die Tatsache, dass sie leicht zu trainieren sind, machen sie perfekt für die Viehtreiberei. Ein weiterer Wesenszug ist der sogenannte “Cow-Sense”, welcher es den Pferden ermöglicht, nahezu selbstständig mit den Rindern zu arbeiten. Besondere Bedeutung bekommt diese Eigenschaft beim “Cutting”, dem Absondern einzelner Tiere für medizinische Maßnahmen oder aus anderen Gründen.

Paint Horse

Diese Pferderasse ist aus dem American Quarter Horse entstanden. Sein auffälliges Exterieur ist ausschlaggebend für seine Namensgebung, da diese Pferde große Flecken in ihrer Fellzeichnung aufweisen. Es wird in drei Arten unterschieden: Tobiano, Overo und Tovero. Vom Wesen gleichen sie dem Quarter Horse, sie sind gutmütig, nervenstark und freundlich. Ihre Wendigkeit, ausgeprägte Muskulatur und der “Cow-Sense” machen sie zu idealen Kandidaten für den Einsatz im Westernreiten.

Appaloosa

Appaloosa stammen ursprünglich von spanischen Pferden ab, die die spanischen Eroberer mit nach Amerika brachten. Ihre weitere Entwicklung soll von dem Nez Percé Indianerstamm ausgehen. Hauptcharakteristika sind die gepfleckte Haut, die getigerten Hufe und der typische “rechteckige” Körperbau wie bei den Quarter und Paint Horses. Sein ruhiges und gelassenes Wesen, wie auch seine Menschenbezogenheit machen es zu einem guten Familienpferd. Seine Leistungsfähigkeit und Ausdauer machen es für diverse Reitsportarten aber auch für das Westernreiten besonders attraktiv.

Andere Arten

Selbstverständlich können auch andere Pferderassen im Westernstil ausgebildet werden. Das Wesen eines Pferdes kann von Pferd zu Pferd variieren. Die augenzwinkernd als “Alpenquarter” bezeichneten Haflinger sind eine ursprünglich europäische Pferderasse, die gut für Westernreiten geeignet ist. Haflinger sind Gebirgspferde, die leistungsstark und belastbar sind. Sie sind trittsicher und nervenstark. Dank dieser Attribute werden sie in vielen Bereichen eingesetzt.

Das Freiberger-Pferd ist ein anmutiges und gutmütiges Pferd. Seinen angeborenen Arbeitswillen zeigt es als Zugpferd aber auch als Sportpferd. Es kann ebenfalls im Westernreiten eingesetzt werden.

Pferderassen sind ein umfassendes Thema. Wer es ein wenig leichter mag, kann sich mit Western-Slots die Zeit vertreiben.